Eine der Aufgaben der Kirchgemeinde ist die Erhaltung der Kirche "Zum heiligen Leichnam". Nachdem dem Verfall in DDR - Zeiten wenig entgegen gesetzt werden konnte, schuf die Wende 1989/90 die Bedingungen, um die Folgen der jahrzehntelangen Vernachlässigung zu beseitigen.

                                                                        

So rief die damalige Bürgerbewegung in Strehla zu Spenden für die Instandsetzung des Kirchturms auf. Die Landesinnung der bayerischen Töpfer und der "Süddeutsche Töpfermarkt" zu Diessen am Ammersee übernahmen vorübergehend die Patenschaft für die Kirche, bei der alte und neue Bande geknüpft wurden. Als Töpfer und diesem Handwerk Verbundene führte sie der Weg nach Strehla, einem ebenfalls alten Töpferort, und dabei zu der außergewöhnlichen tönernen Kanzel des Melchior Tatzen von 1565.

Vor allem aber waren es die 1990/91 noch in ausreichendem Maß zur Verfügung stehenden Denkmalfördermittel der öffentlichen Hand, die die Kirche vor dem Verfall bewahrten. Zu den damals erfolgten Erhaltungsmaßnahmen für den Kirchenbau gehört zunächst die Erneuerung der Turmhaube. Sie wurde mit Kupferblech neu eingedeckt.

                                                           

Der marode Außenputz, soweit überhaupt noch vorhanden, wurde ebenfalls entfernt und durch einen neuen wetterbeständigen Qualitätsputz ersetzt. Weitere Maßnahmen in den Jahren 1991 bis 1995 war die Erneuerung der Bleiglasfenster in Chor und Schiff sowie die der Türen. Im Jahre 1996 konnte schließlich ein Schwammschaden im Dachgebälk repariert werden und es erfolgte im Zusammenhang mit der Erneuerung des Innenputzes unter den Emporen die Sanierung der Kirchenelektrik und der Einbau von elektrischen Sitzbankheizungen. 1997 wurde die Instandsetzung des Glockenstuhles und der Läuteanlage durchgeführt. Am Ostersonntag ertönte erstmals seit dem Krieg wieder ein volles Geläut. In diesem Zusammenhang wurde auch der Förderverein gegründet...

                                    

Vom Sommer 2003 an wurden zwei Jahre lang abschließende Restaurierungsarbeiten durchgeführt. Im Jahr 2003 erfolgten Dachdecker- und Zimmererarbeiten am Altarraum und Kirchenschiffdach. Zudem wurden der Sockelputz erneuert und zwei Seiten des Turms neu gestrichen. Gleichzeitig wurden umfangreiche Arbeiten am Sandsteinfußboden innen durchgeführt. Anschließend wurde der Innenputz im Kirchenschiff und im Chorraum sowie im Deckenbereich teilweise erneuert. In den Jahren 2004/2005 erfolgte die vereinfachte Wiederherstellung der Innenausmalung aus dem Jahr 1909.

Am 19. Juni 2005 wurde die Kirche in einem feierlichen Gottesdienst um 14.00 Uhr in Anwesenheit von Oberlandeskirchenrat Slesazeck, Landrat Kutschke, Bürgermeister Haberland und Vertretern der benachbarten und befreundeten Kirchgemeinden wieder eingeweiht. In der Zeit seitdem wurden 2007 die Stifterfiguren, die auf dem Bild oben noch fehlen, gereinigt und wieder auf ihren Platz rechts und links neben dem Altar gestellt. An der Orgel wurde im gleichen Jahr leider ein Holzwurmbefall festgestellt, der bekämpft werden musste. 2008 wurde schließlich der Totenschild für Hanß Pflugk aus dem 17. Jahrhundert restauriert und an der nördlichen Wand des Kirchenschiffs oberhalb der Empore aufgehängt.