Eine Predigt zum nach- oder vorlesen

Misericordias Domini 15.04.2018 -  „Der Hirte, der gute"  -  Johannes 10,11a,27-28a
von Pfr. J. Grasemann

Die Liebe Gottes und die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit Euch allen. Amen.

Wochenspruch:
Christus spricht: Ich bin der gute Hirte.
Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie,
und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben.

Johannes 10,11a,27-28a

Ein vertrautes Bild und die unromantische Wirklichkeit

Liebe Gemeinde ,
im Pflegeheim weiß ich oft nicht, ob die Besucher der Andacht etwas mitbekommen und verstehen. Das wird anders, wenn wir Jesu geh voran singen oder das Vater Unser sprechen. Dann sind die meisten der lieben Alten hellwach und sichtbar dabei. Auch bei Psalm 23. Mit kindlicher Freude sagte eine alte Dame einmal diesen Psalm auf, den sie noch aus der Konfirmandenzeit kannte: Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln…
Ein Kindergarten-Mädchen verkündete mir mit Begeisterung, dass sie einmal Schäferin werden will!
Dabei ist die Wirklichkeit alles andere als romantisch. Die Weideflächen werden immer weniger, seit Biogasanlagen subventioniert werden. Gab es 2008 noch 2,4 Millionen Schafe in Deutschland, sind 2017 nur noch 1,6 Millionen gezählt worden. Der Verkauf von Wolle und Fleisch lohnt sich kaum – die Importe sind billiger. Und die Hirten bekommen für die Landschaftspflege, etwa das Abgrasen von Deichen, nicht sehr viel. Dazu die alte neue Sorge mit den Wölfen… Dass Hirten bei Wind und Wetter draußen und viel allein sind, scheint da nur das kleinste Problem zu sein.

Psalm 23 und eine Übertragung
Zu Jesu Zeiten war das aber wohl sehr ähnlich, war Hirte-Sein auch nicht gerade ein Traumberuf – und dennoch ein wichtiger: Viele Menschen lebten von den Herden. Wenn Jesus nun eine ganze Rede über den Hirten und die Schafe hält, dann steht ihm die Alltags-Wirklichkeit vor Augen. Er kann davon ausgehen, dass alle wissen, was ein Hirte ist, wie schlecht er bezahlt wird, wie gefährlich sein Beruf ist. Und alle wissen auch, dass es gute Hirten gibt, die den Kampf mit wilden Tieren wagen und sich wirklich verantwortlich fühlen für die Herde, als wäre es die eigene – und andere, die fliehen, wenn sie den Wolf kommen sehen Joh 10,12 Luther nennt sie „Mietlinge“, Leiharbeiter. – Mit Sicherheit kannte Jesus auch Psalm 23.

Hören wir noch einmal eine Übertragung dieses Psalms, der wohl der liebste der Kirche ist:
„Der mich wie ein fürsorglicher Hirte leitet, ist kein Geringerer als der Gott
Israels selbst, dem ich durch Jesus Christus gehöre. Er sorgt dafür, dass mein
Leben reich, bunt und voll wird. Mitten im grauen Alltag lenkt er meinen Blick auf
Blumen, die er für mich blühen lässt. Er deckt mir meinen Tisch mit meinen
Lieblingsspeisen und mit meinen bevorzugten Getränken, etwa einer
aromatischen Tasse Tee oder einem guten Glas Wein. Er schenkt mir
Begegnungen mit Menschen, die mein Leben bereichern und mich daran
hindern, mich um mich selbst zu drehen. Mit seiner Ehre steht er dafür ein, dass
die Lebensführung, die er mir anbietet, eine gute, sinnvolle und erfüllte sein wird.
Durch ihn selbst erhält mein Lebensweg himmlischen Glanz und göttlichen Sinn.
Aber selbst wenn mich Tage überfallen, die ich nur beklagen kann, weiß ich
diesen fürsorglichen Gott an meiner Seite. Seine Nähe gibt mir Trost inmitten
von Stunden und Tagen der Enttäuschung, der Trauer und der Ausweglosigkeit.
Selbst die Menschen, die mich zu Unrecht schlecht machen und mein Leben
behindern, werden erkennen müssen, dass ich ein Freund Gottes bin. Immer
wieder lässt er mich überraschende und festliche Zeiten erleben, die ich durch
nichts verdient habe. Seine Güte leuchtet über meinem Leben. Darum will ich
mich, so lange ich lebe, zu allen Menschen und Orten halten, die mir die
Gegenwart meines Gottes nahebringen."
Pastor Dr. Albrecht Weber, 2006 Stadtkirche Delmenhorst

Jesus kann es sagen: Ich bin der Hirte, der gute
Der Hirtenpsalm – was für großartiges Zeugnis der Geborgenheit in Gott!
Nun aber wird es spannend: Jesus spricht in Johannes 10 von sich selbst als dem gutem Hirten. Worte aus diesem Kapitel wurden zum Wochenspruch dieser Woche nach dem 
2. Sonntag nach Ostern zusammengefügt:  
Christus spricht: Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme,
und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben.

Johannes 10,11a,27-28a
Jesus sagt: Ich bin der gute Hirte. Wörtlich steht im griechischen Text: Ich bin der Hirte, der gute. Ein Kollege schreibt dazu: Das griechische Wort „kalos“, das wir mit „gut“ übersetzen, kann auch Schönheit, gewinnendes, anziehendes Wesen, Güte und Nützlichkeit andeuten. Darum übersetzt der anglikanische Erzbischof William Temple (Readings in St. John`s Gospel, 1939/40, Ausg. 1963, 160) die entsprechende Stelle so: 
                               „I am the shepherd, the beautiful one.“

Mit dieser ungewöhnlichen Übersetzung will Erzbischof Temple das Faszinierende, das Anziehende an Jesu Güte, Fürsorge und Liebe zum Ausdruck bringen. Denken wir nur zum Beispiel an Jesu Umgang mit dem Gelähmten, mit Zachäus, mit der Frau am Brunnen oder dem Mitgekreuzigten, der ihn bittet, in seinem Reich an ihn zu denken. In all diesen Geschichten haben wir Beispiele der Faszination, die von dem gütigen Jesus ausgeht und die sein gutes Hirtentum charakterisieren. Pastor Dr. Albrecht Weber

Jesus Christus, den wir als den Lebendigen bekennen, ist der Hirte, der gute.
Er wird keine Fehler machen, vor schwierigen Dingen nicht ausreißen, Böses nicht mit Bösem vergelten, Menschen nicht ungerecht beurteilen, das Schwache nicht links liegen lassen.
Während wir immer neu um Vergebung bitten, ist er der, der um keine Sünde weiß. Während wir immer neu Gottes Gegenwart suchen müssen, kann er sagen: Ich und der Vater sind eins.
Joh 10,30
Während wir uns schwer tun mit dem Kreuz, das freiwillig zu tragen ist, nimmt er es auf und trägt es als Lamm Gottes, das die Sünde der Welt trägt.
Während wir immer wieder um das Pfingsterlebnis, den Heiligen Geist bitten, lebt, handelt und redet er in der Vollmacht des Heiligen Geistes. Nur ER ist es, der von sich sagen kann: ICH BIN DER HIRTE, DER GUTE.

Der schwierige Bezug zur Gemeinde
In vergangenen Zeiten ist das Bild vom Hirten oft auf die Pfarrer übertragen worden. Das ist schwierig, denn Pfarrer wissen auch nicht alles und die Gemeinden sind mehr als blind folgende Schafherden. Das Bild von Hirt und Herde kann trotzdem für uns interessant werden. Jesus sagte zu Petrus: Weide meine Schafe! Joh 21,17 Also: Sorge dafür, dass sie nicht verhungern oder zu Schaden kommen! Mitarbeiter im Verkündigungsdienst bekommen Verantwortung für die Gemeinden übertragen, sollen sie im Bild gesprochen an geistliche Weideplätze führen und an Quellen frischen Wassers. Das ist schon ein klarer Hirtenauftrag – für Pfarrer, Gemeindepädagogen, Kantoren…
Aber es geht heute nicht um Pfarrer und Mitarbeiter als Hirten, sondern um den, der uns Mitarbeiter, uns alle leiten will.

Und wie sehr brauchen wir gute Leitung in einer Welt, die immer unübersichtlicher wird. Wie sehr brauchen wir gute Leitung in einer Welt, in der so viele „Hirten“ in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und auch Kirche sich anbieten und auch schon enttäuscht haben.
Wem können wir noch vertrauen?

Auch wenn es bei uns kaum noch echte Hirten gibt: Das Bild ist nicht erledigt. Es kann uns nach wie vor anrühren und auf schlichte Weise das Wesentliche von Jesus deutlich machen: Er kennt uns, wir können ihm vertrauen.

Und er trägt uns, wenn es sein muss, so wie auf dem diesem Bild dargestellt. Es stammt
aus der Calixtus-Katakombe in Rom. Dort trafen sich wie in vielen anderen Katakomben Christen, um im Geheimen ihre Gottesdienste zu feiern, Bibel zu lesen und ihre Toten zu bestatten.

Gelesen habe ich, dass an hunderten Gräbern ein Hirte abgebildet ist, der ein Schaf auf den Schultern trägt. Die Christen wussten: Der auferstandene Herr wird uns auch durch den Tod hindurch zu Gott tragen wie ein verletztes oder krankes Schaf.

Ich wünsche uns, dass wir Jesus als guten Hirten erleben – auch im 3. Jahrtausend – und dass wir uns ihm auch anvertrauen können wie es selbst die „dummen Schafe“ können. Amen.

Und der Friede Gottes, der höher ist als all unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Jesus Christus, unserem Herrn. Amen. 

 

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Quasimodogeniti 8.04.2018 -  „Ehrlich wie Thomas"  -  Johannes 20,19-29
von Pfr. J. Grasemann

Die Liebe Gottes und die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit Euch allen. Amen.

Liebe Gemeinde, das will ich sehn! Haben Sie das schon mal so gesagt? Jugendliche 
stehen an der Tankstelle und schneiden gegenseitig auf. „Meine Karre fährt locker 185!“
Ein anderer entgegnet: „Das will ich erst sehn!“ / Der Pfarrer sagt in der Jungen Gemeinde: „Ich kann auf den Händen laufen“. Klar zu erwartende Reaktion der Jugendlichen: „Das wollen wir sehn!“
Unglaubliches wollen wir sehen, um es glauben zu können – eine ganz menschliche
Reaktion. Den Jüngern wird ein solches Erlebnis zu Teil. Ganz unösterlich, voller Angst und ohne Zukunft kauern sie hinter verschlossenen Türen und betrachten ihre traurige Situation:
Alles ist verspielt, Jahre sind umsonst investiert. Der Spott wird nicht warten lassen, vielleicht droht ihnen auch ein Prozess, denn sie waren dabei. –
Da kommt Ostern dazwischen. Der österliche Christus begegnet ihnen, tritt mitten unter sie und spricht zu ihnen: Friede sei mit euch! Bevor wir dem Thomas begegnen und ihn Zweifler nennen: Die Jünger scheinen auch zu zweifeln. Warum sonst zeigt Jesus ihnen seine Hände und die Seite?
Da wurden die Jünger froh, dass sie den Herrn sahen.
Da sprach Jesus abermals zu ihnen: Friede sei mit euch!
Manchmal, liebe Gemeinde, habe ich mich schon gefragt, ob die mehrfachen Friedenswünsche im Gottesdienst nicht zu viel und zu oft gesagt werden. Jesus nimmt mir die Sorge, in dem er selber mehrfach den Frieden wünscht. Der Glaube lebt von Wiederholung – und wir brauchen sie. Es reicht nicht, ein für alle Mal die Ostergeschichte gehört oder einen Choral gesungen, das Vater Unser gesprochen zu haben. Unser Glaube braucht die Wiederholung wie unser Körper die tägliche Nahrung.
Und so brauchen wir auch immer wieder den Friedensgruß und Friedenswunsch, weil er doch so oft verloren geht, der Friede. Jesus weiß das und sagt darum nicht: Hallo Jungs, oder Glück auf oder servus. Nein,
Friede sei mit euch!
Dieser Friede aber meint nicht die friedliche Stille eines Friedhofes, sondern eine Umhüllung und Durchdringung mit dem Frieden Gottes, dem Schalom. Es ist der alltägliche Gruß in Israel: „Schalom“ und auch der Gruß, wenn Moslems sich begegnen: „Salam aleikum“ – „Friede sei mit euch“.
(Die Antwort des gegrüßten Moslem: Wa aleikum Salam)

Wie böse ist dieser Friede nun wieder gestört im Land der Bibel, im Land Jesu, im Land der Väter im Grenzkonflikt zwischen Israel und den Palästinensern im Gazastreifen. Tausende Autoreifen brennen und lassen auch die letzte die Hoffnung auf Frieden im schwarzen Rauch ersticken.
Jesus sagt: Friede sei mit euch. Dieser zugesagte Friede lässt die Jünger aufatmen und neuen Mut schöpfen. Die Jünger erleben in diesem Moment aber nicht nur Ostern, sondern auch schon Pfingsten: Jesus handelt erneut symbolisch, bläst sie an und verheißt ihnen den Heiligen Geist. Zugleich stellt er sie in die Verantwortung für andere Menschen:
Welchen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten.
Was in diesen Minuten alles geschehen ist! Etwas später kommt Thomas. Wer weiß, was er noch zu erledigen hatte. Vielleicht hat er Brot besorgt für das Mittagsmahl. Er kommt und kann’s nicht glauben. Das muss ich sehen! Vermutlich hätte ich auch so reagiert: 
Wenn ich nicht in seinen Händen die Nägelmale sehe und meinen Finger in die Nägelmale lege und meine Hand in seine Seite lege, kann ich's nicht glauben.
Es geht ihm alles zu schnell und vielleicht wächst in ihm auch Misstrauen gegenüber den Jüngern, dass sie sich da eine Geschichte zurechtgelegt haben, dass sie mit einer Legende überleben wollen. Er wird ahnen, dass er sich mit seinem Zweifel ‚outet’, dass er abgestempelt werden wird als der Ungläubige, als der Zweifler. Aber er kann’s nicht glauben. Er will ehrlich zu sich bleiben. Das macht ihn mir sympathisch. Denn auch ich kenne den Zweifel, der sich manchmal anschleicht und schwache Phasen ausnutzt. Ob das wirklich alles stimmt? Ob der HERR dich wirklich kennt und führt und deine Gebete erhört?

Thomas will es mit eigenen Augen sehen. – Im Grunde müsste der Jünger umbenannt werden: Er ist nicht Thomas, der Zweifler, sondern Thomas, der Ehrliche. Damit würden wir ihm gerechter werden.
Unser Evangelium macht dann einen Sprung: Eine Woche weiter, acht Tage später, dringt Jesus wieder zu ihnen. Verschlossene Türen spielen keine Rolle: Ostern kann sie überwinden. Und so steht er wieder mitten unter ihnen – wie anders zu erwarten als mit dem Gruß des Friedens! Er kennt Thomas und seine Zweifel, seinen Wunsch, zu begreifen und bietet ihm dieses Erlebnis an. Ob Thomas wirklich den Finger in die Wunde legte, bleibt offen. Am Ende reichte es ihm, den HERRN zu hören. Diese Begegnung reicht ihm, um als erster von allen ein erstes Glaubensbekenntnis zu sprechen:
Mein Herr und mein Gott!

Thomas. Jemand sagte: Er ist der Platzhalter für all die, für die es Ostern wird, ohne dass sie Augenzeugen der österlichen Ereignisse waren, für die es Ostern allein aus Glauben gibt. Und das sind wir alle! Keiner von uns war dabei. Unser Glaube beruht auf dem, was andere überliefert haben – und natürlich auch dem, was wir selbst erlebt haben. Wie Thomas glauben wir, ohne dabei gewesen zu sein und hören die Worte Jesu darum sehr klar auch für uns:
Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!

Thomas. Er lässt mich aber auch an die vielen Menschen denken, die nicht oder noch nicht oder nicht mehr glauben können, denen das mit Jesus und Kirche und Beten und Bibel alles fremd ist. Ich denk an so manche Taufe, Hochzeit und Trauerfeiern, bei denen
geschätzt 70 oder 80 Prozent der Besucher kirchenfern sind. Ich gebe mir viel Mühe, verständlich zu reden, am Lebensalltag der Menschen anzuknüpfen, sie spüren zu lassen, dass wir keine Museumsmitarbeiter sind, sondern der Glauben unser Leben berührt.
Dennoch bleibt oft das Gefühl, dass einfach nur Frage im Raum stehen: Wie kann man zu Jesus beten, den man nicht sieht? Wie kann man von Gottes Liebe sprechen, wo keiner weiß, wo Gott wohnt? Und wo ist denn Gott in dem ganzen Elend in Palästina oder Syrien oder Afghanistan?
Und wie soll das mit dem Beten überhaupt ohne Handytechnik funktionieren?

Ich kann nur hoffen, dass der Geist Gottes immer wieder gute Dolmetscherarbeit leistet und aus den Zweifeln Fragen erwachsen lässt, an denen man anknüpfen kann und ins Gespräch kommt.
Ich will diese Zweifel und Fragen hören und ernstnehmen und möchte Thomas nie mehr den Zweifler nennen, sondern „den Ehrlichen“. Übrigens ist er auch hier in der Kirche dabei, der Thomas: In der Abendmahlsgruppe auf dem Altar, wenn auch unerkannt. Es kann allen so gehen, wie Thomas!

Ich habe heute zwei Osterwünsche:
Ich möchte uns den Mut wünschen, dass wir in Gesprächen und Begegnungen uns auch ehrlich begegnen – mit unseren Fragen, Zweifeln und Hoffnungen.

Und: Ich wünsche uns für dieses Jahr mitten in unseren Alltagen gute Ostererlebnisse, die uns herausholen aus Traurigkeiten und Depressionen.

Thomas hat es erkennen dürfen, dass der Gekreuzigte auch der Auferstandene ist, dass der Tod nicht das Ende ist. Mögen wir mit ihm immer wieder sagen und bekennen können: Mein Herr und mein Gott!
Amen

Und der Friede Gottes, der höher ist als all unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Jesus Christus, unserem Herrn. Amen. 

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Johannes, Kapitel 20
9 Am Abend aber dieses ersten Tages der Woche, als die Jünger versammelt und die Türen verschlossen waren aus Furcht vor den Juden, kam Jesus und trat mitten unter sie und spricht zu ihnen: Friede sei mit euch!
20 Und als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und seine Seite. Da wurden die Jünger froh, dass sie den Herrn sahen.
21 Da sprach Jesus abermals zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.
22 Und als er das gesagt hatte, blies er sie an und spricht zu ihnen: Nehmt hin den Heiligen Geist!
23 Welchen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten.
Thomas
24 Thomas aber, der Zwilling genannt wird, einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam.
25 Da sagten die andern Jünger zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Wenn ich nicht in seinen Händen die Nägelmale sehe und meinen Finger in die Nägelmale lege und meine Hand in seine Seite lege, kann ich's nicht glauben.
26 Und nach acht Tagen waren seine Jünger abermals drinnen versammelt und Thomas war bei ihnen. Kommt Jesus, als die Türen verschlossen waren, und tritt mitten unter sie und spricht: Friede sei mit euch!
27 Danach spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!
28 Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott!
29 Spricht Jesus zu ihm: Weil du mich gesehen hast, Thomas, darum glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!